Sparen zu welchem Preis?

Dieses Land ist eins der Reichsten in der Welt und gibt im Verhältnis hierzu am wenigsten für die Bildung seiner Kinder & Jugendlichen aus. Der Grossteil des Geldes versickert auf den Verwaltungsebenen der EU, des Bundes, der Länder und zuletzt der Kommunen.

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Offener Brief an die Stadträte und die Fraktionen

An die Stadträte und die Fraktionen.

Ich möchte Ihnen hier mal einige interessante Links zusenden. Im Bezirk ist aus Sparzwängen die Übergabe von kommunalen Einrichtungen in freie Trägerschaft angedacht. Überprüfen Sie lieber einige Träger, welche unseriös arbeiten. Auch in unserem Stadtbezirk! Da werden diese Träger aus dem Haushaltsetat finanziert und NIEMAND kontrolliert. Wie kann es sein, das ein Träger wie Berliner Treberhilfe einen Umsatz von 12 Millionen und einen Gewinn von 600000 Euro hat. Der Ehlert feilte so lange an den Strukturen bis das UNTERNEHMEN wieder schwarze Zahlen schrieb. Bei Independent Living ist es üblich, dass Vorstandsmitglieder gleichzeitig Geschäftsführer in den Tochterunternehmen sind. Beschäftigte von Independent Living müssen für die Klienten, die in ihrer Betreuung sind privat Konten eröffnen, auf die die Gelder vom Jugendamt fließen.
Wer prüft dies alles?

Auszug:
Berliner Treberhilfe
Hol schon mal den Maserati
Darf man das: Sozialarbeit leisten und teure Autos fahren? Harald Ehlert von der Berliner Treberhilfe nennt solche Fragen bigott. Er sagt lieber: Ich bin ein Sozialkapitalist . Schließlich ist er Chef eines Unternehmens mit zwölf Millionen Euro Umsatz.
Lest weiter auf Link:
http://berlin.verdi.de/berufe_und_branchen/fb_03_-_gesundheit_soziale_dienste_wohlfahrt_und_kirchen/schwarzbuch_sozialarbeit_in_berlin/data/berliner_treberhilfe.pdf

Prekäre Beschäftigung in der Sozialen Arbeit? Wer ist verantwortlich?
Die sozialpädagogischen Fachkräfte werden aber in ihren Betrieben zu Konditionen beschäftigt, die weder deren existenziellen, sozialen noch ihren gesundheitserhaltenden Bedürfnissen gerecht werden. Der Berliner Senat schaut der stetigen Verschlechterung der Arbeitsbedingungen bei den freien und gemeinnützigen Trägern und Wohlfahrtsverbänden teilnahmslos zu?..Seit Jahren gab es keine Gehaltserhöhungen mehr, die Geschäftsführung der Lebenshilfe gGmbH zahlte neu eingestellten KollegInnen nur noch 80% des üblichen Gehaltes und ?.
Lest weiter auf Link:
http://www.gew-berlin.de/19232.htm

Das Lidl-Prinzip in der Jugendhilfe
Beim freien Träger Independent Living sind Betriebsräte unerwünscht
Lest weiter auf Link:
http://www.gew-berlin.de/18277.htm

ver.di ist über die Vorgehensweise von Independent Living e.V. in Berlin mehr als empört
http://berlin.verdi.de/berufe_und_branchen/fb_03_-_gesundheit_soziale_dienste_wohlfahrt_und_kirchen/schwarzbuch_sozialarbeit_in_berlin/data/pe_08092009.pdf

Öffentliche Gelder in Gefahr?
Beschäftigte beim Jugendhilfe-Träger Independent Living e.V. werden genötigt Klientengelder privat zu verwalten
Lest weiter auf Link:
http://berlin.verdi.de/berufe_und_branchen/fb_03_-_gesundheit_soziale_dienste_wohlfahrt_und_kirchen/schwarzbuch_sozialarbeit_in_berlin/data/pe_12112009.pdf

Schwarzbuch: Sozialarbeit in Berlin
Die Vielfalt der Träger im Sozialen Bereich in unserer Stadt ist groß. Vielfältigkeit heißt leider auch Konkurrenz untereinander. Konkurrenz untereinander heißt, leider auch Druck auf die Kosten. Und Druck auf die Kosten heißt, die freien und gemeinnützigen Träger dieser Stadt sparen am Personal? Komme da, was wolle!
Lest weiter auf Link:
http://berlin.verdi.de/berufe_und_branchen/fb_03_-_gesundheit_soziale_dienste_wohlfahrt_und_kirchen/schwarzbuch_sozialarbeit_in_berlin/

Die Gewerkschaft ver.di protestiert gegen:

  • die Verdrängung sozialversicherungspflichtiger Arbeitsverhältnisse durch die Zunahme von Beschäftigungsmaßnahmen (ABM, MAE), zu denen auch freigesetzte Fachkräfte mit langjähriger Berufserfahrung zwangsverpflichtet werden sowie gegen die Zunahme von Mini-Jobs,
  • die Zunahme von Leiharbeit,
  • die Zunahme befristeter Arbeitsverhältnisse?

Lest weiter auf Link:
http://berlin.verdi.de/berufe_und_branchen/fb_03_-_gesundheit_soziale_dienste_wohlfahrt_und_kirchen/schwarzbuch_sozialarbeit_in_berlin/data/standpunkte_zur_sozialarbeit_in_freier_traegerschaft.pdf

Dieser Brief ging an Monika Herrmann, Sigrid Klebba, den Fraktionen und dem amtierenden Bezirksbürgermeister Dr. Franz Schulz.

Nachfolgend die Antwort von Frau Herrmann zu diesem Brief.

Danke für die Info!
Die Ursache liegt zum Teil auch darin, dass z.B. der Senat freihändig vergibt, also keine nachvollziehbaren, transparenten Ausschreibungen macht – sehr häufig bekommt das SPI so Senatsaufträge aber eben auch andere Anbieter. Leider ist diese Art der Vergabe auch in einigen Bezirken nicht unüblich! Wichtig sind daher öffentliche Kriterien, besonders in der Finanzierung des Personals und in der Überprüfung der Umsetzung. Dazu haben der Senat und die Bezirke ausreichend Kompetenzen!

Gruß Monika Herrmann

Stadträtin für Jugend, Familie und Schule
Monika Herrmann
90298-2331
Frankfurter Allee35-37
10247 Berlin

Sollten noch weitere Antwortschreiben bei mir aufschlagen so werde ich sie an diesem Artikel ranhängen.

18 Kommentare auf “Offener Brief an die Stadträte und die Fraktionen”

  1. Ernesto zu dem Statement der Stadträtin sagt:

    Als erstes, ich finde eure Seite sehr informativ.
    Nun zu dem Statement von Frau Herrmann.
    Na wenn bei den Damen und Herren vom Bezirk und Senat ausreichend Kompetenzen vorhanden wären, würde es nicht so aussehen wie in den oben aufgeführten Links beschrieben. Wie kann es dann zu solchen Mißständen kommen? Doch keine ausreichenden Kompetenzen? Frei nach dem Motto: Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen.

    Frau Herrmann, suchen Sie doch einmal das Gespräch mit den Mitarbeitern von Independent Living e.V.oder besuchen am 15. September 2009 die Veranstaltung der GEW im Rahmen der Kampagne:
    „Nein, zu prekärer Beschäftigung in der Sozialen Arbeit“.

    Frau Herrmann, außer NEIN zur Atomkraft sollte es bei den Grünen doch auch noch zu mehr reichen.
    Mit solchen Kompetenzen wird wohl die Sozialarbeit in diesem Bezirk zu Grunde gehen!
    Armes Deutschland, armes Berlin, armes Friedrichshain/Kreuzberg.
    Ernesto

  2. rebellin zu dem statement von fr. hermann sagt:

    …ich finde es nur noch zum schreien, eigentlich ist das einzige, das ich aus ihren mails rauslesen kann eine ständige weitergabe der schuld an andere…!
    hallo, SIE sind die zuständige stadträtin, sollen die interessen unserer jugend vertreten…
    aber wenn ich eines inzwischen von politik verstanden habe, dann das:
    schuld haben immer die anderen und zum glück ist meine legislaturperiode vorbei, bis die auswirkungen meines tuns zu spüren sind… somit haben meine nachfolger auch gleich wieder jemanden, auf den sie die schuld schieben können…

    und anstelle endlich zu handeln, wird rumgelabert und verantwortung weitergeschoben…

    WIDERSTAND!!!

  3. rita sagt:

    über so viel oberflächlichkeit,wie die der „verehrten“ jugendamtsleiterin ,beim lesen der meinungen ,kann man nur noch wütend werden,wo hat diese dame lesen und mitdenken gelassen?????wahrscheinlich verscherbelt,
    wann kommmen von ihr endlich mal konstruktive ideen bzw.handlungen und nicht nur babyhafte schuldzuweisungen,
    wann werden bürger endlich für mündig gehalten und nicht ständig für dumm verkauft???? SO VIEL AROGANZ !!!!!!!!UNGLAUBLICH!!!!!!!

  4. Monika Herrmann sagt:

    Hallo,
    bisher hatte die Auseinandersetzung eine andere Form – ich finde beleidigende Anwürfe schwierig für eine wichtige und schwierige Diskussion – sorry…
    Sie meinen, wir bzw. ich würde die Verantwortung „babyhaft“ andere zuweisen, könne nicht lesen, würde BürgerInnen für unmündig und dumm verkaufen und sei unglaublich arrogant – nun gut, so kann die Auseinandersetzung auch geführt werden, ist dann allerdings nicht zielführend und das konsequente Ingnorieren der Berliner Realitäten wird leider dazu beitragen, dass das Umdenken in dieser Stadt zugunsten der Jugendhilfe nicht stattfinden wird. Im letzten JHA hat ein Kollege von der Tribüne gerufen, ich könne doch ganz einfach eine andere Entscheidung treffen – ja, das stimmt, die kann ich treffen. Wenn Sie sich jedoch vorstellen, die StadträtInnen können sich der HuashaltsplanAUFSTELLUNG komplett verweigern, dann kennen Sie sich leider nicht in der rechtlichen Haushaltssystematik aus. Wenn es so einfach wäre, sich zu verweigern, täte die Mehrheit des Bezirksamtes dies auch. Da die Totalverweigerung nicht umsetzbar ist, kann ich noch folgende Entscheidung treffen:

    1. 12 MitarbeiterInnen aus dem Jugendamt (Kinderschutz, Kitagutschein, Elterngeld, Familienförderung, Jugendförderung o.ä.) werden in den Stellenpool versetzt – also lediglich andere MitarbeiterInnen, dies hätte Angebotswegfall zur Folge.

    2. Schließung von ca. 4 Einrichtungen – hätte auch Angebotswegfall zur Folge.

    In Berlin sollen aktuell – laut Senatsjugendverwaltung – 31 reine kommunale Kinder- und Jugendeinrichtungen in Freie Trägerschaft übertragen werden (9 in unserem Bezirk) und mindestens noch 6 zusätzlich geschlossen (KEINE in unserem Bezirk).

    Somit ist meine aktuelle Entscheidung die, die die geringsten negativen Auswirkungen für die Kinder und Jugendlichen hat. Und dafür übernehme ich sehr wohl die Verantwortung. Dass wir jedoch in der Situation im Bezirk sind, in der wir sind – dafür trägt die Landespolitik die Verantwortung – ob es Ihnen gefällt oder nicht! Und die von Ihnen eingeforderten konstruktiven Idee sind bereits diskutiert worden und abgewogen – warum soll ich mir eigentlich einen solchen öffentlich Aufstand organisieren (der ja wohl vorauszusetzen war), wenn es einfachere Lösungen gäbe? Vielleicht führt es uns auch alle einfach weiter, wenn wir zumindest die Situation richtig einschätzen können, die Ebenen auseinanderhalten, die Beleidigungen weglassen und dann eine gut plazierten Widerstand organisieren – der ist dann nämlich erfolgreicher als diese reflexartigen Beschimpfungen.

    Mit Gruß
    Monika Herrmann

  5. anonym sagt:

    na wenn 31 kommunale kinder- und jugendeinrichtungen abgegeben werden sollen, dann sorgt man in der zukunft für ein bedarfsgerechtes handeln. kürzen, einsparen, projektentstehung etc. wie kinder- und jugendarbeit gesichtet und bewertet wird. mit kommunalen einrichtungen war es bisher nicht möglich. es sollte sich aber nicht im bezirk hingestellt werden und die meinung vertreten werden, die aufrechterhaltene anzahl der einrichtungen entspräche dann den jetzigen qualitätsstandarts.
    es ist ja nun echt toll, – wenn die einrichtungen erhalten bleiben, bedeutet dies – 12 mitarbeiter aus anderen bereichen müssen gehen. das ist ja so, als wenn ich zwischen marmelade und butter auf meiner stulle wählen soll. 4 einrichtungen schließen wäre auch nicht denkbar.

    alles ist dringend notwendig und unabdingbar.
    anonym

  6. Mechthild sagt:

    Die Bezirksgruppe der Grünen tagt am
    Dienstag, 13.10.2009, 19:30 Uhr bis 23:00 Uhr
    Einer der Tagesordnungspunkte:
    Kürzungen der Mittel im Kinder- und Jugendbereich im Bezirk (mit Monika Herrmann)
    Ich bin gespannt welche Position die Grünen dazu beziehen werden.
    Frau Herrmann wird bestimmt mit der Begründung wie stets kommen, uns bleibt nichts anderes übrig.
    Mechthild

  7. Monika Herrmann sagt:

    Hallo, „Mechthild“ –
    kann aber auch sein, dass wir über Haushalt und Jugendeinrichtungen erst am 27.10. in der Bezirksgruppe diskutieren…
    Mit Gruß
    Monika Herrmann

  8. Mechthild sagt:

    @Frau Momika Herrmann
    Danke für den Hinweis. Kann es sein, oder wird es sein?
    Mechthild

  9. Jute statt Plastik sagt:

    Liebe Frau Herrmann,
    ist das eine Einladung zu beiden Terminen??
    keine Angst wir können ja nicht überall sein!!!
    Deshalb fordern wir massenhaften
    Parteieintritt bei den Grünen und Nachilfe in
    Fragen der „sozialen Marktwirtschaft“
    Jetzt!!!!!
    gruss
    in Hoffnung und Zuversicht
    fast 30 Jahre nicht
    das falsche gewählt
    zu haben!!!!!!!!
    Petra K.

    P.S.
    habt mal wieder vergessen zu sagen
    das unsere geliebte Partei ja
    „Bündnis 90/ Die Grünen“ heisst.
    spielt ja eh kein Rolle mehr.
    oder……..

    Bärbel B.

  10. G. Haberlicht sagt:

    Hat die Politik auf der Kommunalebene keinen Einfluss mehr auf die Politik der Landesebene? Der totale Realitätsverlust hält Einzug in sämtlichen Parteien. Weshalb gibt es keinen Misstrauensantrag des Bezirkes gegenüber der Senatspolitik? Alle Parteien finden den Soll-Zustand der Kürzungen nicht mehr vertretbar. Beweisen aber durch ihre geschlossene Einigkeit beim Verabschieden von Haushaltsplänen die totale Resignation.
    Mehr Einsatz für die Bürger und deren Bedürfnisse seitens der Politik ist erforderlich.

  11. bln. sagt:

    den mitgliedern des jugendhilfeausschuss sowie der bezirksverordnetenversammlung wird suggeriert, es wird alles gut und die angebote, oder nennen wir es auch leistungen, werden erhalten.
    es ist auch die frage zu stellen, ob sie sich des ausmaßes bewusst sind.
    es wäre sinnvoll, endlich einzugestehen, jugendarbeit ist mit solch kürzungen nicht mehr machbar. es wird nicht die letzte kürzungswelle gewesen sein. deshalb finde ich die aussagen von fr. herrmann gegenüber den medien etwas beschönigend. keine aussage gegenüber dessen, was wegbricht.
    die aussagen sind beruhigend, weil: es bleibt alles erhalten.
    aber so ist eben politik.
    bis heute nachmittag.

  12. rebellin sagt:

    kann mir vieleicht mal bitte jemand erklären, warum es so wichtig ist, die wirtschaft mit staatlicher hilfe zu retten und die soziale arbeit nicht?
    kann es nicht nachvollziehen, vor allem, da die wirtschaft doch jahrelang das dicke geld gemacht hat. warum werden denn nicht die zur kasse gebeten, die jahrelang auch daran verdient haben und uns letztlich die krise beschert haben?

    ich wage nicht daran zu denken, wo uns dieser kurs hinführt. ich war immer stolz darauf, in einem land zu leben, wo ein gewisser schutz für arme und schwache gegeben ist. möchte nicht in „amerikanischen“ verhältnissen leben, wo es nötig ist, eine feuerwaffe mit sich zu tragen um sein leben, sein recht zu beschützen…

  13. Excalibur sagt:

    @rebellin
    Ich gebe dir Recht. Politik ist der Büttel der Wirtschaft. Die Wirtschaft macht die eigentliche Politik.
    Wenn man bedenkt, welche Politiker in welchen Aufsichtsräten sitzen, wird es einen übel.

    Ich habe hier einen Artikel über den tollen Neubau des Knastes in Großbeeren rausgesucht.

    Berlin baut Gefängnis in Brandenburg, obwohl dort Hunderte Plätze frei sind
    Die Oppositionsfraktionen von Grünen und CDU in Berlin kritisierten die Planungen. Es müsse darauf geachtet werden, dass die Kosten nicht aus dem Ruder laufen, erklärte der haushaltspolitische Sprecher der CDU, Uwe Goetze. Das Projekt werde bislang nur mit Teilgenehmigungen Schritt für Schritt realisiert. Dies führe zu unkalkulierbaren Kostensteigerungen, die Gesamtkosten würden verschleiert. Angesichts des Personalmangels in Berliner Gefängnissen forderte die CDU, rechtzeitig Personal für „Heidering“ auszubilden.
    http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11554468/62249/Berlin-baut-Gefaengnis-in-Brandenburg-obwohl-dort-Hunderte.html

    Gefängnis mit privatem Arbeitsmarkt Unternehmer sollen JVA-Werkstätten betreiben
    Davon abgesehen soll in der künftigen Justizvollzugsanstalt Großbeeren vom Gebäudemanagement bis zur Verpflegung vielerlei Arbeit von Privatfirmen getan werden – wenn sich das in dem nun erwünschten Gutachten als sinnvoll erweist. Weber sagt, die ambulante ärztliche Versorgung könne genauso privatisiert werden wie Schuldnerberatung oder Freizeitbetreuung von Gefangenen. Doch was mit Sicherheit zu tun hat, soll Sache der Justizvollzugsbeamten bleiben. Das gelte für das Innere des neuen Gefängnisses wie für den Transport der Inhaftierten, so Weber. Von der Aue will von den Beratern auch wissen, welche wirtschaftlichen Folgen die Beteiligung von privaten Unternehmen am Vollzug haben kann. Denn billiger wird der privatisierte Vollzug nicht automatisch, wie sich in Hessen gezeigt hat. In der teilprivatisierte Justizvollzugsanstalt Hünfeld kostet jeder Tag Unterbringung mit 83 Euro fast vier Euro mehr als im Gefängnis von Darmstadt. Die Kostensteigerung ist umstritten. In Berlin haben einige Fachleute den Eindruck, dass die Kosten schon steigen, bevor das neue Gefängnis eröffnet ist. Der FDP-Rechtspolitiker Sebastian Kluckert findet, der Beratungsbedarf der Senatorin erfordere „eine erstaunliche Summe“.Werner van Bebber
    http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/02.09.2008/4259519.pnn

    Ob es sinnvoll ist, wird sich später dann noch zeigen.
    Wir machen doch den Mist, der uns von den Staaten vorgezeigt wird, erst einmal nach. Hauptsache die Wirtschaftlichkeit stimmt. Stimmt sie denn wirklich? Knäste werden privatisiert. Am besten, alles privatisieren.

    Na vielleicht brauchen wir bald auch noch neue Jugendknäste oder die tollen Bootcamps. Der Pfarrer macht dann Seelsorge und Sozialarbeit zu gleich.

  14. Werner H. - Hartz IV Empfänger sagt:

    Wer ist nun zur Rechenschaft zu ziehen?
    Ein gläserner Fahrstuhl und eine Bauruine.
    Es ist einfach nur skandalös.
    Billig = am Ende doch viel teurer.
    Hat das Bauamt seine Leute auch so weit weggespart, dass Laien sich damit beschäftigen müssen?
    Es wirkt schon als eine gewisse Arroganz der Verantwortlichen gegenüber Steuergeldern.
    Wer und in welcher Form kann ein dreistöckiges Haus für
    90 000 Euro sanieren?
    Wer ist denn nun verantwortlich?
    Aber dieser Skandal wird wie immer, einfach unter dem Teppich gekehrt.
    Politiker sollten einfach dafür zur Verantwortung gezogen werden.
    In diesem Staat ist es egal, wem man wählt.
    Es kommt ja doch nur ******* raus.

  15. rebellin sagt:

    @werner
    bin da voll und ganz bei dir, bin auch der meinung, dass diejenigen, die so mit steuergeldern umgehen, mit ihrem privatvermögen dafür haftbar gemacht werden sollen, denke ma, dann hätte die steuerverschwendung gleich ein ende…

  16. A. Pflug sagt:

    Ich verstehe nicht wie es zu solch einer Fehleinschätzung kommen kann.
    Frau Jutta Kalepky (parteilos) für Bündnis 90/GRÜNE Bezirksstadträtin für Bauen, Wohnen und Immobilienservice absolvierte ein Architekturstudium und ist Vizepräsidentin der Architektenkammer Berlin.
    Welche Funktion hat sie als Stadträtin?
    Hängt man wieder die Kleinen und die Großen wissen von nichts und man läßt sie weiterwirtschaften?
    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/142929/142930.php
    A. Pflug

  17. Kritiker dieser Politik sagt:

    Welch ein politisches Spiel wird hier ausgeübt?

    Während sich DIE LINKE im Bundestagswahlkampf mit Forderungen für höhere Löhne
    profilierte, soll in Berlin unter Rot-Rot die Abkopplung der Beschäftigten fortgesetzt werden.
    Bisher trägt DIE LINKE Berlin durch Schweigen das skandalöse
    Angebot von Körting mit.
    Diese Haltung muss sofort geändert werden: DIE LINKE muss sich eindeutig auf die Seite
    der Kollegen und ihren mehr als berechtigten Forderungen stellen. Der Kampf für höhere
    Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und gegen Stellenabbau kann gerade in der Krise nur
    mit einer politischen Zuspitzung der Auseinandersetzung gewonnen werden. Wenn mit
    der kapitalistischen Krise die Einnahmen Berlins weiter einbrechen, spricht das nicht gegen
    höhere Löhne, sondern gegen die Logik, dass die Beschäftigten für die kapitalistische
    Krise zahlen sollen und gegen das System selbst. Angesichts des Vorschlags von
    Körting, Lohndumping in Berlin fortzusetzen,
    und angesichts der geplanten Kürzungen in zahlreichen sozialen Sektoren
    sollte DIE LINKE den Berliner Senat verlassen und aus der Opposition
    heraus dagegen kämpfen, dass die Beschäftigten weitere Opfer
    erbringen sollen. Mitglieder der LINKEN sollten sich nicht nur in ihrer
    Partei, sondern auch innerhalb von ver.di für einen kämpferischen
    Kurs einsetzen.

    Aus Hochwasser-Kinderschutz – wöchentliche Sammlung von Publikationen zum Kinderschutz im allgemeinen und zum Kinderschutz im Wedding im besonderen.
    Dank dem Kollegen aus dem „roten“ Wedding.

  18. Mitarbeiter sagt:

    Wie Kafka zu seiner Zeit schon erkannte:
    „Ach“, sagte die Maus, „die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, dass ich Angst hatte, ich lief weiter und war glück­lich, dass ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.“ – „Du musst nur die Lauf­richtung ändern“, sagte die Katze und fraß sie.

    Was ist der Grund für das zwangsläufige Untergehen? Was ist die Lösung? Ist es der Zwang? Ist es die Auswegslosigkeit?

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