Sparen zu welchem Preis?

Dieses Land ist eins der Reichsten in der Welt und gibt im Verhältnis hierzu am wenigsten für die Bildung seiner Kinder & Jugendlichen aus. Der Grossteil des Geldes versickert auf den Verwaltungsebenen der EU, des Bundes, der Länder und zuletzt der Kommunen.

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Qualifizierter Mitarbeiter gesucht

Qualifizierter Mitarbeiter gesucht?
Wer gerne mit Kindern abeitet aber keine Ahnung hat von Erzieher ist dort genau richtig.
@Frau Herrmann blicken Sie in die Zukunft, denn genau das wird es demnächst auch in den Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen geben.
Sie sprechen immer von Überwachung Überprüfung, doch bis heute haben sie nicht gesagt wie dies passieren soll. Und was diese Überprüfungen kosten werden.
Mehr muß ich hier glaub ich nicht mehr sagen, denn das Foto spricht für sich.
job-anzeige

45 Kommentare auf “Qualifizierter Mitarbeiter gesucht”

  1. Fr. Wong sagt:

    „Die IHK Berlin begrüßt den Senatsbeschluss zur Beitragsfreiheit für alle drei Kita-Jahre. „Damit setzt die Landesregierung das richtige Zukunftssignal“, betonte heute der IHK-Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung, Christoph von Knobelsdorff. Frühkindliche Bildung sei der Schlüssel zum späteren Schulerfolg.

    Der Beschluss des Senates, nicht nur zusätzliches Geld zur Verfügung zu stellen, sondern zugleich auch die Verbesserung der pädagogischen Qualität vorzunehmen, sei genau die richtige Weichenstellung für Berlin und entspreche langjährigen Forderungen der IHK Berlin, erklärte von Knobelsdorff. „Auf diesem Weg der Qualitätsführerschaft muss es nun konsequent weiter gehen“, so der IHK-Geschäftsführer. Dazu gehöre zum Beispiel die Entwicklung akademischer Bildungswege für Erzieher und Kindergartenlehrer.“

    Presseinformation der IHK Berlin vom 10. November 2009

  2. Dr. Müller sagt:

    Na endlich traut sich jemand die Missstände zu benennen, die Ausschreibung für ALG II Empfänger im Kinder- und Jugendbereich ist kein Einzelfall sondern gängige Praxis. Was für ein ignorantes System wo es nur um Zahlen und die eigene Stellung geht. Die öffentlichen Mitarbeiter in die Wüste (Stellenpool) schicken, und die freien Träger in ihrer Stellenpolitik stärken bzw. aufwerten. Niemand hat in der Vergangenheit etwas gegen den überzogenen Einsatz von MAE getan, und wird es auch zukünftig nicht tun.

    Es ist einfach unbeschreiblich unglaublich !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  3. Dr. Müller sagt:

    Gab es eigentlich eine Sozialauswahl, oder werden nur die Einrichtungen übertragen wo die ältesten Mitarbeiter mit den meisten Krankheitstagen tätig sind? Dieses wäre im Nachhinein zu überprüfen. Auf jeden Fall kann man sich so derer entledigen die jahrelang einen guten Job gemacht haben für immer weniger Geld und null Anerkennung ihrer geleisteten Arbeit.

    Danke Frau ……… und Herr ………

    Falls jemand von den Betroffenen gute Kontakte zur Gewerkschaft haben sollte, wäre eine Überprüfung dringend anzuraten.

  4. Eugen S. sagt:

    Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man Sie ignoriert!
    Aus Lügen, die wir glauben, werden Wahrheiten, mit denen wir leben.
    Es wird ständig von Investitionen in die Bildung der Kinder gesprochen, nachdem man seitens der Politik das jahrelang vernachlässigt hatte.
    Eine grundlegende Voraussetzung für gute Bildung ist ein hochqualifiziertes Personal und verlässliche Personalstrukturen. Und die frühkindliche Bildung ist der Baustein auf dessen sich die weitere Bildung eines jeden Kindes aufbaut.
    Wenn die Investitionen so aussehen, das Personalleasingfirmen und andere dubiose Firmen Menschen suchen, welche – gerne mit Kindern arbeiten – möchten, ist dies nicht nur Betrug an den Eltern und deren Kindern, sondern ein Hohn auf dessen, was Politik unter Bildung und deren Voraussetzungen versteht.
    Hier wird mit dem Mangel an qualifizierten Personal in Institutionen und Einrichtungen, hohe Profite der Vermittlungsagenturen durch Einstreichen und Abrechnen von Vermittlungsgutscheinen erzielt.
    Jetzt stelle ich mir die Frage, welche Kita besetzt fehlendes Personal über eine Agentur?
    Ist eine freie Kita oder staatliche Kita? Wenn aber unter Voraussetzungen steht: einwandfreies Führungszeugnis (nachreichen), sagt es mir alles.
    Der Kinderschutz lässt grüßen.
    Es ist ein Skandal und gehört abgeschafft.
    Sich als Politiker hinzustellen und zu argumentieren, es gebe keine prekären Beschäftigungsverhältnisse in den sozialen Bereichen in diesem Bezirk, finde ich als eine Lüge.

    Ansonsten kommt bald Hausmeister Krause und übernimmt den Sozialkundeunterricht an der Schule. Eine Menge zu erzählen hätte er ja.

  5. anaonymus sagt:

    Senat empört über Dumpinglöhne
    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/wirtschaft/152771/152772.php
    Schlecker, Lidl, Aldi, Frisöre etc. Darüber schreiben Medien.
    In den sozialen Berufen ist dies inzwischen auch schon lange gängige Praxis.
    Darüber berichten die Medien nur zögerlich. Wenn überhaupt.

  6. anaonymus an Dr. Müller sagt:

    Nach meiner Kenntnis stand eine Sozialauswahl weder beim Arbeitgeber noch bei der Gewerkschaft nie zur Diskussion. Es wurde der einfachste und bequemste Weg gegangen.
    Eventuell macht man bei den kommenden Übertragungen eine Sozialauswahl.

  7. Enough sagt:

    Es wäre doch 1x sinnvoll, dort aufzutauchen und den Grünen nebst der Jugendstadträtin mitzuteilen, wie der Weg – Bildung (siehe Artikel) aussieht.
    Ansonsten reden diese Leute alles schön und an den Missständen ändert sich nie etwas. Auch die Grünen in Friedrichshain-Kreuzberg sollten endlich mal mit der Wahrheit und den Tatsachen konfrontiert werden!

    INFO:
    Bezirksgruppe
    Dienstag, 26.01.2010, 19:30 Uhr bis 22:00 Uhr

    Integrationspolitik im Bezirk: Schwerpunkt Bildung
    Tagesordnung:

    * Thema: Integrationspolitik im Bezirk: Schwerpunkt Bildung
    mit Inputs von:
    Özcan Mutlu (MdA) zur Berliner Bildungspolitik
    Monika Herrmann (Stadträtin für Jugend, Familie, Schule) zur frühkindlichen Bildung/Sprachförderung in Kitas

    Wolfgang Lenk (BVV-Fraktion, Integrationsausschuss) zu aktuellen Entwicklungen im Bezirk

    * Berichte, Sonstiges

    Ort: Seniorenfreizeitstätte, Falckensteinstr.6, Berlin-Kreuzberg

  8. Fung Li sagt:

    @Dr.Müller
    Welchen Sinn haben diese destruktiven Äußerungen auf auf einer Widerstands- Seite? Bedeutet Ihre Aussage, daß die zu übertragenden Einrichtungen ausschließlich mit alten und kranken Menschen besetzt sind? Ich bin der festen Überzeugung, die betroffenen Kollegen verwehren sich gegen solche Aussagen!!!
    In mehreren Kommentaren ist zu lesen, daß in dieser Zeit Solidarität und konstruktive Dialoge gefragt sind. Denken Sie mal darüber nach.

  9. Dr. Müller sagt:

    Hallo Fung Li !

    Folgender Tipp, erst lesen, dann versuchen zu verstehen, und dann evtl. kommentieren.

  10. Peter Hammels sagt:

    Ist Dilab Optima nicht der Träger, den der RTL-Held Peter Zwegat leitet? Dieses Freie-Träger-Business ist ein wahres Selbstversorgungssystem.

  11. Monika Herrmann sagt:

    Hallo, Enough –
    ich würde mich freuen, am Dienstag auch mit Ihnen über das Thema Bildungswege zu diskutieren. Vor allem auch darüber, was wir als Bezirk besonders in den letzten 3 Jahren in diesem Feld aufgebaut haben. Von der Übertragung einiger kommunaler Einrichtungen auf Totalabbau von Bildungseinrichtungen bzw. auf Ignoranz zum Thema zu schließen ist reichlich abenteuerlich. Ich habe bei einigen Beiträgen auf dieser Seite eher den Eindruck von Unkenntnis über die Angebote und Strukturen bei uns im Bezirk und einen sehr einseitigen Blick auf ein einziges Aufgabenfeld der Jugendhilfe. Ich kann daraus nur schließen, dass die vielbemühte Sozialraumorientierung bei Vielen eher ein politisch bemühtes Schlagwort ist, tatsächliche Kenntnisse über die Sozialräume und die Angebote, Aufgaben und Projekte des Jugendamtes eher nicht bestehen.

    Wenn Sie also eine Debatte mit mir zum Thema Bildung im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg führen wollen – Dienstag, 19:30.

    Mit Gruß
    Monika Herrmann

  12. Enough @ Monika Herrmann sagt:

    Wir kommunizieren offensichtlich aneinander vorbei.
    Aber so ist es, wenn man mit Politikern kommuniziert. Da spielt es keine Rolle, ob auf kommunaler Ebene, Landesebene oder Bundesebene.
    Ich hatte mich zu dem Artikel „Qualifizierte Mitarbeiter gesucht“ geäußert. Hier gibt es ja einige pfiffige Bürger, welche herausgefunden haben, dass eine Zeitarbeitsfirma Leute sucht, welche gerne mit Kindern arbeiten möchten.
    Ich möchte hierbei nochmals erwähnen, dass die Bildung unserer Kinder in dieser Gesellschaft und der Einsatz von ungeschultem Personal über Personalleasingfirmen, welche profitorientiert arbeiten, ein Riesenskandal ist.
    Liebe Frau Herrmann (in der Funktion einer Jugendstadträtin), schauen Sie sich die Voraussetzungen an:
    – über 25 Jahre
    – ALG II Empfänger/in
    – einwandfreies Führungszeugnis (nachreichen)
    – wohnahft in Friedrichshain-Kreuzberg
    Das bewerte ich als „Bullshit“ an den Bildungsauftrag.
    Da Sie sich stets zur Qualität der Bildung und Erziehung, sei es die frühkindliche Bildung, Schulbildung sowie außerschulische Bildung positiv äußern, möchte ich Sie lediglich darauf hinweisen, dass dies nicht so ist. Es gibt den Einsatz von qualifizierten und unqualifizierten Personal in den Bildungsbereichen. Ich nenne dies prekäre Beschäftigungsverhältnisse und somit einen Missstand in der Bildung.
    Wenn Sie sämtliche Hinweise ignorieren, finde ich dies als politisches Armutszeugnis.
    Auch wenn Sie der Meinung sind, dass auf dieser Seite, Bürger ohne Kenntnis etwas mitteilen …. -> viele Meinungen und Informationen sind hier genau richtig und für Veränderungen auch notwendig!
    „Eine schmerzliche Wahrheit ist besser als eine Lüge.“ – sagte schon Thomas Mann.

  13. rebellin sagt:

    @frau herrmann

    mit schmunzeln habe ich eben ihren beitrag gelesen…
    mag ja durchaus möglich sein, dass sie kenntniss über die angebote und strukturen in unserem bezirk haben, allerdings doch auch nur von ihrem bequemen schreibtisch aus! haben sie sich denn einmal die mühe gemacht und sich die einrichtungen angesehen über deren schicksal sie so leichtfertig urteilen? ich jedenfalls habe sie in den letzten 5 jahren nich ein einziges mal in unserer einrichtung gesehen, also gehe ich davon aus, dass sie null ahnung von unserer struktur und unseren angeboten haben… aber egal, lange gibt es uns nu ja nich mehr…

    mich würde noch interessieren, warum keine der einrichtungen, die seit jahren dafür bekannt sind, auffangstelle für die kids zu sein, die aus anderen einrichtungen rausfliegen, da sie zu „schwierig“ sind weiter als kommunale einrichtung bestehen bleibt?

  14. Puda an Peter Hammels sagt:

    Peter Zwegat ist beschäftigt bei Dilab (Dienstleistung für Arbeitnehmer und Betriebe) e. V.

    DILAB-OPTIMA GmbH
    Branche: Unternehmensberatungsgesellschaften, Unternehmens-, Organisations- und EDV-Beratungsgesellschaften, Unternehmens-, Organisations- und EDV-Berater, Unternehmens- und Organisationsberatungsgesellschaften, Unternehmens- und Organisationsberater, Erwachsenenbildung, Arbeitsvermittlungsunternehmen (Private), Anstalten für Weiterbildung

    Vorstellen kann ich mir Verflechtungen beider DILAB s nicht, aber in der heutigen Zeit ist alles möglich.

    Vielleicht hat jemand nähere Informationen.

  15. Digedax sagt:

    Frau Jugenddezernentin Absicht war laut Medien die Übertragung aller Einrichtungen. Sich hier im Blog hinzustellen und den Eindruck zu vertreten, die Schreiber hätten keine Kenntnis über Strukturen pp, halte ich für nicht gerechtfertigt.
    Wenn man sich die Einsparungsdebatten anschaut / liest, kann man sich auch vorstellen, dass Frau Jugenddezernentin ihre Toatalübertragung in den nächsten zwei Jahren durchziehen wird. -Das Ende der Fahnenstange ist erreicht.- Das ist der Anfang.
    Die Einsparwelle ist in Sicht, aber dennoch sind wir und des Ausmaßes noch nicht bewusst.
    Sozialraumorientierung ist wunderbar. Keiner zweifelt dies an. Trotzdem bleibt auch hier ein bitterer Nachgeschmack. Hier werden die wenigen Gelder welche noch zum Vergeben vorhanden sind dorthin weitergeleitet, wo es anfängt zu brodeln. Also lautet das Motto: Wer am meisten schreit, bekommt die wenigen Krumen des Hungerlaibes ab.
    Ich rate jeden Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes ab, zu einem Freien Träger zu wechseln.
    Hier werden keine Gehälter wie im Öffentlichen Dienst gezahlt. Volle Stellen gibt es nur für die sogenannten Regiestellen. Ansonsten 30 Stunden Stellen, angelehnt an BAT.
    Und welcher Mitarbeiter lässt sich auf einen Betriebsübergang, abgesichert für ein Jahr bei einem Freien Träger ein?! Und das nach 20 oder 30 Dienstjahren im Öffentlichen Dienst.
    Hier werden Menschen für Vollidioten verkauft.
    Ich nenne das, VOLKSVERDUMMUNG!

  16. friedelhainer sagt:

    bei der im artikel aufgeführten zeitfirma gibt es auch tätigkeiten in sportvereinen. voraussetzungen für die tätigkeit werden nicht angegeben.
    und natürlich auch im handwerksbereich.
    vielfalt lässt grüßen.

  17. Wut-Mama sagt:

    Kinder bleiben zu Hause – basta.
    Als betroffene Mutter hab ich ja schon mal erwähnt, das wir inzwischen kaum noch wo hingehen. Die Situation hat sich so etwickelt, dass ich mir micht mehr sicher bin wem ich meine Kinder übergebe und ob ich sie ggf. schützen kann. Das ist ein Resultat aus der Beschäftigungs- Politik.

    Da sind Menschen dennen man vertraute in die Wüste geschickt worden und MAEs haben das übernehmen „müssen“. Aus Kostrengründen. Da waren super engagierte und weniger bewegte und ganz fragwürdige Personen darunter. Und nach dem ma die sondiert hatte und sich ein wenig Zutrauen aufgebaut hatte, wurden die alle wieder abgezogen und der nächste Schub kam… Das macht ma als Nutzerin der Einrichtung nicht lange mit.

    Und den Kindern kann ich das System auch nicht erklären. Soll ich sagen, das die Betreuerin, an die sie sich grade gewöhnt haben eben nur halbwertig sind und hier für den 1. Arbeitsmarkt getestet werden sollen? Das unsere Kinder das Material dafür sind? Das kein Geld dafür da ist, die „guten“ zu behalten… Das sie sich auf solch ein Leben einstellen sollen und ihr Herz bloß nicht an Menschen hängen? Und auch niemals nicht an eine Arbeit die sie gerne machen? Da ses immer von irgendetwas abhängt, nur nicht von ihnen, was geschieht. Voll blöde! Aber meine Große wills inzwischen wissen.

    Ich hab nie begriffen wieso soziale Einrichtung plötzlich dafür benutz wurden, Arbeitslose wieder für den 1. Arbeitsmarkt „fit“ zu machen. Das sollte der Arbeitsmarkt anders lösen, das ist Missbrauch solcher Einrichtungen, die viel Energie in dieser Personalsituation verbrennen.

    Den riesigen Flachbildschirm als verlässlichen Babysitter habe ich noch nicht aktiviert/beantragt. Die Freude die ich Anfangs an den Kinder- und Jugendangeboten des Bezirks hatte ist jedoch verraucht und in Verwirrung und Betroffenheit umgeschlagen.

    Danke an dieser Stelle an alle die noch mit den Herzen dabei sind! Bleibt stark, solange ihr es noch könnt! Ihr habt gute arbeit geleistet, für uns, denen das Wasser im persönlichen Alltag schon ständig bis zum Halse steht. Ich versuch euch im Rahmen meiner Möglichkeiten zu unterstützen. Eure Wut-Mama

  18. Mitarbeiter Antwort an Wut-Mama sagt:

    Als noch-kommunaler Mitarbeiter danke ich Ihnen für den Beitrag.
    Ich kann Ihre Wut und Entsetzen verstehen. Es geht hier nicht nur um Dinge, mit denen man täglich arbeitet.
    Es geht hier um Kinder und deren Bildung und Entwicklung.
    Also kein Experimentierfeld in dem man mal, zwecks Sparmaßnahmen, ständig die Bezugspersonen von Kindern austauscht. Man zerstört damit Grundlagen in die gute Entwicklung der Kinder und von einer kontinuirlichen Beziehungsarbeit zu den Kindern und deren Eltern ganz zu schweigen. Aber das interessiert Politik schon lange nicht mehr. Wenn später Schäden beim Kind erkennbar sind und das Kind in den Brunnen gefallen ist, sucht man die Ursachen vielleicht noch bei den Eltern. Aber das ein Kind ca. 8 Stunden des Tages nicht zu Hause verbringt, sehen diese Politiker anscheinend nicht. Es zählt nur, die Personalkosten so gering wie möglich zu halten. Qualität in der Bildung unserer Kinder, ist den Herrschaften ein Fremdwort! Es geht nur noch um den Kostenfaktor. Absicherung der Leistungen geht vor Qualität. Und das macht das Ganze zu einer Krux.
    Ich arbeite seit fast 30 Jahren mit Kindern und Eltern. Auch habe ich mit vielen Kindern aus problembelastenden Familien gearbeitet. Es war nicht immer einfach, aber machte die Arbeit für mich noch interessanter. Ich habe enorme Zeit gebraucht um den Eltern zu vermitteln, dass ich ihnen nichts Böses tun möchte, sondern sie als FAMILIE unterstützen möchte. Zum Wohle ihrer Kinder und zum Wohle der Familie. Und glauben Sie mir, diese Kinder, Jugendliche und Familien sind mir heute dankbar, dass ich dies gemeinsam mit ihnen geschafft habe. Und da waren schon „große Brocken“ dabei. Von Drogenmissbrauch, Prostutition, Misshandlung und was die Palette noch so hergibt. Kinder, Jugendliche und Familien, welcher manch ein Anderer schon aufgegeben hatte, konnte ich nur durch kontinuirliche Beziehungsarbeit helfen, auf den richtigen Pfad zu wechseln. Aber aus Geldmangel wird es nun bald vorbei sein.
    Tun kann ich dagegen nichts, aber es sollte hier nur erwähnt werden.
    Wenn man auf Seiten der Politik nicht endlich sich dazu bekennt, dass der Öffentliche Sektor als Garant für kontinuiliche Bildungsarbeit steht, wird es leider aus Geldmangel nichts mit der Gewährleistung von Beziehungsarbeit mit Kindern und Eltern. Weil, es ist immer anhängig von irgendwelchen Finanzierungen.
    Sie liegen richtig mit der Aussage, dass es sich als schwierig erweißt, dies Kindern zu erklären. Es lässt sich leider auch schlecht erklären, da die Politiker mit ihren Floskeln den Bürgern etwas von der Wichtigkeit und ihrem Einsatz für die Bildung unserer Kinder vorschwafeln.
    Also liebe Wut-Mama, Sie sind auf dem guten Weg mit dem „Sondieren und Abwägen“ für ihre Kinder. Lassen Sie sich nicht entmutigen von dem EinsparCHAOS, was demnächst auf uns zukommt. Es gibt noch viele andere Eltern, denen diese Einsparpolitik an unseren Kindern reicht. Kämpfen Sie, für das Rechte ihrer Kinder auf eine ausfinanzierte Bildung. Und mit Bildung meine ich nicht nur die Schulbildung, sondern die Bildung in allen Bereichen!
    Mitarbeiter, demnächst im ZeP (Zentrales Personal- überhangmanagement)

  19. rebellin sagt:

    da unser land seit jahren viel zu wenig geld für die bildung unserer kinder ausgegeben hat, werden inzwischen einfach die pensionen von lehrern mit aufgerechnet und schon geben wir genug geld für bildung aus…
    was nicht passt, wird passend gemacht…!

    da werden dann kurzfristig gesetze geändert, an zahlen gefeilt, bis es passt…

    hauptsache, es gibt genug geld für banken…

    was unsere politiker von uns, dem volk halten wurde mir spätestens letztes jahr klar, überall wird gekürzt, gespart und wegrationalisiert aber die politiker erhöhen sich ihre diäten um 300 euro monatlich (kindergelderhöhung 20,00 euro!!!). das zeigt doch, wie viel die herren und damen von ihren bürgern halten. ein ehrenwerter politiker würde seine diäten freiwillig kürzen um mit guten beispiel voranzugehen.

    frau herrmann will uns weißmachen, das ende der fahnenstange sei erreicht…
    lassen sie ihre lügen doch einfach stecken…
    wir wissen doch alle, dass dies erst der anfang ist…

    es wird noch verdammt kalt werden in unserem land…

  20. Wut-Mama sagt:

    „Warum schmeißen die die weg?“ diese Frage aus dem Kindermund treibt einem wirklich um. Mit 30 Jahren Berufserfahrung ins Stellenpool? Ich muß dabei immer als erstes ein eine Art Whirlpool denken. Hoffe der hält wohlig-warmes Wasser für euch bereit, frisch gepressten Orangensaft und man kann sich da so richtig entspannen…

    Stellenpool und Zentrales Personalüberhangmanagement, wer kreiert diese Worte? Wie Wachstumsbeschleunigungsgesetz, wo ich einen Gegenentwurf zu einfordere, das Wachstumsverzögerungsgesetz für Kinder aus Hartz IV Bedarfsgemeinschaften (Familie heißt das für uns nicht mehr!)., da ja die Kindergelderhöhungen als Teil des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes bei uns nicht ankommen.

    Wo bleibt das Geld eigentlich? Ist das im Sinne des edlen Spenders, das inzwischen 30.- Euro monatlich pro Kind bei der ArGe oder der Unterhaltsstelle (immerhin Kinder und Jugendbereich?) landen, bzw. von den „Zuwendungen“ abgezogen werden? Wie viel ist das monatlich pro Bezirk, aufs Jahr gerechnet für Berliner Verhältnisse? Wo kann ich das den mal Fragen? Ströbchen? Das wurmt mich seit langem.

    Könnte dieses Geld dann bitte in die öffentliche Kinder- und Jugend bzw. Familienarbeit fließen. Damit könnten wir euch doch halten!?! Und das mit Geld von denen, die euch / eure Arbeit, brauchen! Bzw. mit Geld, welches deren Kindern zusteht, was die Eltern aber nicht haben dürfen, weil sie es nur versaufen (oder so) würden. Ich hab zwar mit der Trinkerei noch nicht angefangen, doch es zerfrisst einem schon das Herz, da kann man wirklich auf dumme Gedanken kommen.

    Es ist richtig, lieber „Mitarbeiter“, ich sollte was konstruktives draus stricken, denn diese Gedanken und diese Wut mixen sich sonst zu einem gefährlich toxischen Cocktail.

    Ihr seit viel mehr als „Mitarbeiter“ möchte ich deutlich sagen, genauso wie ich mehr als „Alleinerziehende“, mehr als eine „Hartz IV-Empfängerin“ oder eine „Geringverdienerin“ bin. Für meine Kinder bin ich was ganz einmaliges, auch wenn’s mir schwer fällt. Und das seit ihr auch. Du, für all die Menschen denen du in 30 Jahren beigestanden hast. Das ist ein Lebenswerk, da sollten wir dran bleiben.

    Fast jeder zeitgemäße Erziehungsratgeber sagt: „Erziehungsarbeit ist Beziehungsarbeit“.

    Das gilt auch für die so genannte Bildungsarbeit, wo alle grad so einen Wirbel machen und keiner mehr weiß was los ist. Da ist ziemlich für die Katz, wenn nicht stabile, integere, beziehungsfähige Personen dahinter stehen. Und diese Personen stabil zu halten, sehe ich als Aufgabe der Gesellschaft. Naiv, gell? Zu achten und zu sichern, was sie da vollbringen. Viel mehr als „Mitarbeit“, das ist persönliche Knochen-, Kopf- und Herzarbeit.

    Da sollten wir dran bleiben…
    Auch wenn die meisten unserer sogenannten Entscheidungsträger / Politiker die Beziehung zu uns schon ziemlich verloren haben.

    Mit besten Grüßen, Wut-Mama

  21. Ernesto sagt:

    Ab in den Stellenpool, obwohl genügend Sozialarbeiter und Erzieher gesucht und benötigt werden.
    Das ist ja nicht zu fassen.
    Da kommt einen wirklich der Verdacht, das Personal ist zu teuer –> deshalb weg.
    Wer versteht eignetlich diese „Logik“?
    Aufgaben abgeben damit man Kosten einspart und dem Bürger verklickern, dass die Qualität beibehalten wird.
    AUF DEM HIMMEL IST JAHRMARKT – wo steht die Leiter?
    Ich verstehe die Wutmama. Man muss gegenüber der Politik vorsichtig sein. Hier wird der Bürger einfach nur getäuscht. Einsparungen bedeuten immer der Verlust von Qualität. Ich habe noch nie eine Aufwertung eines Produktes bei der Vorgabe von Einsparungen gesehen.
    Ich hoffe, Wutmama und ihre Kinder gewöhnen sich bei Zeiten daran, dass Beziehungsarbeit langsam ein Fremdwort wird. Wir leben in einer geistig verarmten Gesellschaft, wo Kinder schon im zarten Alter sich den Gegebenheiten unterordnen müssen. Weshalb Beziehungsarbeit? Kinder sollten lernen, sich nicht erst an Menschen zu gewöhnen. Die Vielfalt macht es. Und daran muss sich auch ein Kind schnellst möglich gewöhnen. So ist das Leben. Es soll ja auch kein Zuckerschlecken sein.
    Bitte verzeiht mir diese Ironie. Aber der Beitrag von Wutmama macht mich traurig und wütend. So ergeht es vielen Eltern und dann wundert man sich, wenn Leute irgendwann verzweifeln.
    Es muss doch endlich mal ALLES für die Kinder getan werden. Egal welcher sozialen oder ethnischen Herkunft sie kommen. Sie sollen nicht als Erwachsene Menschen „Arschlöcher“ werden, welche nur ihr eigenes Heil und Wohlergehen in der Gesellschaft sehen.
    Deshalb finde ich die Beziehungsarbeit als sehr notwendig und prägend für das Kind.

  22. Orwell @ Dr. Müller sagt:

    Vielleicht kommt der eine oder andere Mitarbeiter auf die Idee eine Sozialauswahl einzuklagen.
    Das wäre doch was. Bringt man dann nicht die ganze Personalübertragung in den ZEP – durcheinander?
    Das wäre der Schreck der „Personalabbauer“!
    Die Betroffenen sollten sich das einmal durch den Kopf gehen lassen.

  23. che´ @ fr. herrmann sagt:

    frage an fr. herrmann:
    sind sie in kenntnis über solche praktiken der fehlenden stellenbesetzung in diesem bezirk?
    finden diese praktiken ihre zustimmung?
    wenn nein, was unternehmen sie diesbezüglich dagegen?
    es gibt einige ihrer nicht mehr benötigten mitarbeiter der freizeiteinrichtungen, die in einer kita arbeiten möchten. natürlich nur in einer kommunalen kita.
    auf 1 euro-basis kinder zu betreuen, finde ich als einen skandal in der heutigen bildungsdebatte.
    es wäre wünschenswert, wenn sie endlich einmal fragen aus dem blog beantworten würden. es würde auch zeigen, dass sie an der beseitigung vorhandener missstände arbeiten.
    ps. dieser aushang – wer möchte gerne mit kindern arbeiten? hängt immer noch im fenster der dilab aus.
    es müsste auch in ihrem interesse liegen, welche kita arbeitskräfte über eine zeitarbeitsfirma sucht!

  24. friedelhainer sagt:

    hallo leute,
    die stellenanzeige und andere anzeigen, wie junge menschen im sportverein sind bei der zeitarbeitsfirma raus.
    vielleicht hat jemand von den herrschaften doch dort einmal angerufen und nachgefragt.
    sie machen sich ja sonst unglaubwürdig wenn sie die hinweise stets ignorieren.

  25. Gabi sagt:

    So´n Quatsch, was hier teilweise geschrieben wird. Vielleicht sollten einige vorher besser recherchieren und den Verstand einschalten, bevor hier Müll verbreitet wird.

    Ich habe selber als MAE-Teilnehmerin in einer Maßnahme bei Dilab Optima gearbeitet. Wir waren alle froh, unser Geld aufstocken zu können, durch unsere Arbeit anerkannt zu werden und endlich mal wieder in einem Team arbeiten zu können. Die Mitarbeiter bei Dilab Optima unterstützen jeden bei der Arbeitssuche in eine Festanstellung – ohne Vermittlungsgutschein und zusätzlichem Geld vom Staat. So habe ich jetzt auch eine Tätigkeit in einer KITA mit berufsbegleitender Ausbildung erhalten. Zudem arbeiten die MAE-Teilnehmer nur in KITA-Einrichtungen der freien Trägerschaften, nicht in kommunalen Einrichtungen. Diese Tätigkeiten sind auch in der bekannten Postivliste aufgelistet.

    Ich weiß auch nicht, was der Zettel des Trägers mit dem eigentlichen Thema zu tun hat!?

    Wer lesen kann, wird sehen, dass die Tätigkeit bis zum 28.02.2010 (mit Option auf Verlängerung) angeboten wurde, also läuft diese bereits länger – bevor Fr. Herrmann ihr Ansinnen geäußert hat. Vermulich wurden auch deshalb die Zettel entfernt, oder warum sollen diese noch hängen, wenn die Maßnahmen jetzt enden?

    Der Träger ist auch keine Zeitarbeitsfirma und Peter Zwegat ist nicht Leiter der Einrichtung, sondern eine Frau.

    Ich freue mich, in einer KITA arbeiten zu können, egal ob diese in freie Trägerschaft ist oder eine kommunale Einrichtung.

    Dilab Optima wünsche ich weiterhin viel Erfolg in ihrer Arbeit. Es wäre schön, wenn andere Träger sich auch so engagieren würden, wie dieser!

  26. Eine Mama sagt:

    Und was ist mit den Kindern, die zuerst im Juli aus der KFE nach Hause kamen „Das … wird geschlossen!“
    Dann hieß es „wir müssen demonstrieren, denn sonst kommen neue Betreuer, und die kennen wir ja gar nicht!“ Und schließlich wollten meine Kinder die kommunalen Mitarbeiter mit ihrem Taschengeld bezahlen, damit sie nicht verhungern. Im Eingang der Einrichtung hing ein Fähnchen, geschrieben von Kinderhand „Wir werden abgewickelt“ Da wurden nicht nur die Eltern instrumentalisiert, sondern auch die Kinder gehörig verunsichert (Meine Kinder hatten noch nie Angst vor neuen Betreuern!) damit sie schön demonstrieren gehen.
    Liebe Leute, das spricht nicht für die hier so hoch gepriesene Fachlichkeit der Mitarbeiter! Ich hab damals auch für die Einrichtung unterschrieben, heute würde ich mich ehrlich gesagt über neue Leute und neuen Wind freuen, denn das Vertrauen ist zerbrochen.

  27. friedelhainer@gabi sagt:

    es wäre in diesem blog von großem nutzen, wenn man die kommentare genauer durchliest, bevor man seine meinung kundtut.
    es geht hier um etwas ganz anderes.
    es gibt genug staatl. anerkannte erzieher, welche sofort einsetzbar wären. natürlich möchten diese bitte nach bat bezahlt werden. kann man nachvollziehen.
    das firmen alles uneigennützig anbieten, ist doch wohl ein scherz von ihnen. natürlich wird mit der vermittlung anständig geld verdient. woher kommt denn das geld?
    der träger ist sowohl eine zeitarbeitsfirma. bitte recherchieren sie mal richtig. bekamen / bekommen sie den vollen lohn für ihre tätigkeit?
    ihre ausbildung ist gleichzusetzen mit einer staatlichen ausbildung von mehreren jahren?
    alles klar. gg.
    1 a „träger“, der vollkommen uneigennützig arbeitet. zum wohle aller.
    übrigens hat nie jemand behauptet, dass zwegert leiter von dilab optima gmbh war / ist.

  28. Antwort an - Eine Mama sagt:

    Instrumentalisieren? Ich kenne keine Einrichtung, wo Fachpersonal Kinder zu Eigeninteressen instrumentalisiert hat. Auf vielen Plakaten und Transpis stand: HIER WIRD KINDER UND JUGENDARBEIT ABGEWICKELT! Und ehrlcih gesagt, es ist leider auch so!
    Bleibt für Sie zu hoffen, daß Ihre Kinder nicht in zwei Jahren wieder mit der Problematik der drastischen Kürzungen in diesem Bereich konfrontiert werden!
    Ich bin auch für ständig wechselnde Personen in der Förderung unserer Kinder. Dadurch werden sie zeitig daran gewöhnt. Fördert die Stärkung der Persönlichkeitsentfaltung.
    Das Leben ist ja kein Zuckerschlecken.

  29. Gabi sagt:

    @Friedelhainer

    Stimmt, lesen muss man können! Peter Hammels stellte mit einer Suggestivfrage am 21.01 im Blog die Behauptung auf, dass Peter Zwegat Leiter von Dilab Optima wäre! Ebenso stellt er in einem weiteren Artikel am 21.01. die Behauptung auf, dass Peter Zwegat bei der Abwicklung von Berliner Kita-Stellen mitmischen würde!

    Wenn in Unternehmesregistern private Arbeitsvermittlungen und Zeitarbeitsfirmen
    zusammengefasst sind, heißt es noch lange nicht, dass die dort registrierten Firmen auch beide Tätigkeiten ausüben. Die Firma ist Bildungs- und Beschäftigungsträger und privater Arbeitsvermittler, keine Zeitarbeitsfirma!

    Vermutlich sind auch meine weiteren Ausführungen nicht richtig gelesen oder verstanden worden, dass ich nicht nochmal darauf eingehen möchte – wäre echt müsig!

    @Mama

    Ich finde es auch sehr schade, dass Kinder zum Zwecke Anderer durch Schulen und Kitas instrumentalisiert werden. Und davon gibt es leider sehr viele! Wo bleibt hier die pädagogische Verantwortung?

  30. xxxx an Gabi sagt:

    Inquirebat enim de singulis rebus tamquam
    ambiens, non quod re vera nihil haberet pro certo
    cognitum, sed hac ironia et suam declarabat modestiam
    et aliorum redarguebat arrogantiam, qui se profitebantur
    nihil nescire, cum re vera nihil scirent.

  31. Mitarbeiterin sagt:

    # Mama
    „Wer sich an das Absurde gewöhnt hat, findet sich in unserer Zeit gut zurecht.“
    „Aufklärung nennt man den Vorgang, bei dem ein Erwachsener mit Hilfe aller seiner Kenntnisse den Kindern ein Viertel von dem erzählt, was sie schon wissen.“

  32. MAE @ gabi sagt:

    liebe gabi,
    auch ich selber habe als MAE kraft in einer kjfe eine massnahme „absolviert“, leider bei einem träger(einrichtung), die sich bei weitem nicht so gut um ihre maßnahmeteilnehmer gekümmert hat wie es scheinbar dilab macht.
    ich denke aber auch nicht, dass es hier jetzt darum gehen soll, wie gut der beschäftigungsträger arbeitet oder nicht.

    denn fakt ist doch, dass MAE-kräfte ursprünglich nur dort eingesetzt werden dürfen, wo sie ein zusätzliches angebot einringen und keine realen stellen wegnehmen.
    die realität sieht doch aber leider anders aus…
    natürlich ist es für jeden arbeitslosen ein segen, wenn er endlich wieder arbeit hat, endlich wieder etwas mit seinem tag anzufangen weiß, endlich sich wieder als teil der gesellschaft sehen kann und sich wertgeschätzt fühlt.

    allerdings sieht die realität doch so aus:
    MAE-kräfte werden in allen bereichen eingesetzt und nehmen reale stellen weg.
    denn wozu teure erzieher/sozialarbeiter bezahlen, wenn die arbeit auch von MAE´s gemacht werden kann.
    was hier passiert, ist ein lohndumping vom allerfeinsten.

    und so schön es auch ist, wieder arbeit zu haben – was bringt uns denn arbeit, bei der wir trotzdem weiterhin eine förderung der arge benötigen, weil der verdienst hinten und vorne nicht reicht…

    und eine (selbst zweijährige) schulung wird uns niemals das selbe wissen vermitteln, wie es ein jahrelanges studium tut, also werden wir auch nicht die gleiche qualität einbringen, wie jemand, der wirklich soziale arbeit studiert hat.

    aber ganz klar, wenn sich auf eine freie stelle ein hochbezahlter sozialarbeiter und ein absolut minderbezahlter sozialassistent bewirbt, wird der unetrbezahlte die stelle bekommen.
    wir dürfen dann zwar die gleichen arbeiten machen, allerdings nur zur hälfte des lohnes.

    und da sollte unser widerstand hinzielen, und nicht auf die qualität eines beschäftigungsträgers…

  33. allie sagt:

    @ eine mama

    kann deine wut sehr gut verstehen, weiß nicht, von welcher einrichtung du schreibst, aber, mein eindruck, nachdem ich den widerstand seit anfang an verfolge und auch die ganzen jha`s und bvv´s mitgemacht habe, ist leider der, dass genau die einrichtungen, die „ihre“ kids instrumentalisiert haben, auch die einrichtungen sind, die weiterfinanziert werden.

    arbeite selber auch in einer kjfe, haben unsere kids aber nicht instrumentalisiert, sondern standen alleine auf den demos -mit dem erfolg, dass wir übertragen werden.

    also fördert die politik dieses unwürdige spiel ja leider auch noch…

  34. friedelhainer@gabi sagt:

    gib bitte bei google Peter Hammels ein.

    dieser fragt schriftlich in diesem blog folgendes an:
    Ist Dilab Optima nicht der Träger, den der RTL-Held Peter Zwegat leitet? Dieses Freie-Träger-Business ist ein wahres Selbstversorgungssystem.
    puda antwortete ihm:
    Peter Zwegat ist beschäftigt bei Dilab (Dienstleistung für Arbeitnehmer und Betriebe) e. V.

    DILAB-OPTIMA GmbH
    Branche: Unternehmensberatungsgesellschaften, Unternehmens-, Organisations- und EDV-Beratungsgesellschaften, Unternehmens-, Organisations- und EDV-Berater, Unternehmens- und Organisationsberatungsgesellschaften, Unternehmens- und Organisationsberater, Erwachsenenbildung, Arbeitsvermittlungsunternehmen (Private), Anstalten für Weiterbildung
    Vorstellen kann ich mir Verflechtungen beider DILAB s nicht, aber in der heutigen Zeit ist alles möglich.
    Vielleicht hat jemand nähere Informationen.

    du kannst daraus machen was du möchtest. schönes wochenende noch.

  35. Fragender an Gabi sagt:

    Abitur, Fachschulstudium um Erzieher zu werden.
    Nettogehalt von 1200 Euro.
    Na wenn jetzt alle Mitmenschen zu Päd. Mitarbeitern umgeschult werden, brauchen wir die Voraussetzungen für eine hochqualifizierte päd. Arbeit nicht mehr.

    Wie Sie richtig erwähnt haben, hier wird etwas ausgeglichen. Und bei Ihnen wurde etwas zu den Transferleistungen aufgestockt. Wunderbar. Fehlendes Personal wird durch Maßnahmen aufgestockt! Wohin soll das denn noch führen? Hier wird mit Menschen gearbeitet.
    Das es für Sie anerkennend war und ist, bedeutet nicht gleichzeitig das man mit solchen Methoden einverstanden ist. Die soziale Tätigkeit wird schon nicht ausreichend vergütet. Und ungelernte Leute einzustellen hat zur Folge, dass der Beruf immer weniger anerkannt und geachtet wird.

  36. Peter Hammels sagt:

    Für alle, die noch nicht wissen, wie das 1-Euro-Job-Business funktioniert :
    Man gründet zunächst einen Verein, z.B. „Die Mildtätigen e.V.“. Wenn dieser Verein im Vereinsregister steht, gründet man eine gemeinnützige GmbH, z.B. „Die Mildtätigen Optimum gGmbh“, deren 100%-Gesellschafter dann der zuvor gegründete Verein ist. Der Verein bestimmt dann die Geschäftsführung für die gGmbH.

    Oft haben der Verein und seine GmbH-Töchter dieselbe Adresse, z.B. Rigaer Straße 103 wie bei Dilab e.V. und Dilab Optima GmbH.

    Sicher kann man jetzt argumentieren, dass der Vereinschef wenig und nicht unmittelbar mit den Aktivitäten seiner Töchter-gGmbHs zu tun hat. Aber dann sollte man auch nicht den Deutsche-Bahn-Vorstand für das Berliner S-Bahn-Chaos verantwortlich machen.

  37. Dr. Müller sagt:

    Hallo Herr Hammels, vielen Dank das sie die Vorgehensweise und Praktiken von hier nicht näher benannten, aber durchaus bekannten Vereinen noch einmal so ausführlich schildern. Genau so funktioniert das, sehr lukrativ und umfangreich. Hier werden zig Millionen an Steuergeldern buchstäblich versenkt und nicht so eingesetzt wie es vom Gesetzgeber vorgesehen ist. Aber außer Bloggerin ???? wissen das ja bereits alle, auch die Damen und Herren in den Amtsstuben, im Jobcenter, im JHA, in der BVV in den Gremien und Ausschüssen, in den ……………usw. usw. Irgendwie eigenartig, finden sie nicht auch ?

  38. Skywalker sagt:

    Ja das ist doch nix neues. Unter dem Deckmantel des Sozialen verbergen sich zunehmend profitorientierte Träger. Da wird das Klientel hin und hergereicht. Überprüfen kann es niemand mehr. Will auch niemand.
    Da fließen zig Millionen.
    Der kleine Mann unten, greift sich jeden Strohhalm, um seine Misere zu ändern. Ist ja auch berechtigt.

  39. rebellin sagt:

    eigenartig ist nur, dass nichts passiert… -bzw. es passiert schon etwas, nur in der falschen richtung…

    allle sehen diesem wahnsinn einfach weiter zu…

  40. Marion Mustermann sagt:

    Na zum Glück lesen die Mitarbeiter vom JHA diesen Blog nicht, ansonsten müsste man wohl noch einmal über die ein oder andere Entscheidung nachdenken.

  41. bln sagt:

    da muss ich dich enttäuschen. die lobbyisten im jha werden nichts rückgängig machen. weshalb auch? so wird alles wie bisher funktionieren. neu überlegen wird man dann, wenn ews um die nächsten finanzen geht. vielleicht sollten sie auf andere webblogs auch einen blick drauf werfen. nachdenkseiten. ist ein guter webblog. 🙂

  42. Cora sagt:

    Dilab-Optima GmbH sitzt (warum auch immer) nicht mehr in der Rigaer Str., sondern schon eine Weile in der Schreiner Str.

    Und die MAE Maßnahme *Kita Fee* braucht da auch nicht mehr beworben werden, da die gewünschten Mitarbeiter von der ARGE relativ schnell rangekarrt wurden (scheint ne Marktlücke gewesen zu sein).

    *Arbeite* ebenfalls bei Dilab – zwar ne andere Maßnahme, aber an den wöchentlichen Qualifizierungstagen (hust) sitzt man ja 6 Stunden sinnlos rum (bzw. lernt, wie man endlich vernünftig Zwiebeln schneidet oder ein gesundes leckeres Süppchen kocht – alternativ darf man auch einen Marsmenschen darstellen mit Beziehungsproblemen, diese *Qualifizierungsmaßnahme* wurde inzwischen aber zugunsten des Suppenkochens beendet – wahrscheinlich wollte der Suppenkoch weniger Geld, und Dilab *** zensiert ***), und hat dabei dann genug Zeit sich darüber zu informieren, welche festen Arbeitsplätze die Kollegen aus den anderen Maßnahmen in der vergangenen Woche mit ihrer *zusätzlichen* Arbeit mal so nebenbei vernichtet haben.

    MfG
    Cora

    PS:
    Wäre es nicht so traurig, könnte man drüber Lachen, wie sich hier die öffentlichen Stellen gegenseitig in die Tasche lügen, und das Geld sinnlos verbraten wird.

    Die Frage, die sich mir da immer stellt: Glauben die den Mist wirklich selber, den sie da erzählen????

    *** Edit by Admin: aus rechtlichen Gründen mußte dieser Kommentar leider zensiert werden, da ich die Anwaltskosten so gering wie möglich halten möchte. Vielen Dank für eurer Verständnis.

  43. eine Mutter Antwort an allie sagt:

    Hallo Allie,
    wütend bin ich nicht, aber es macht einen schon sehr nachdenklich, wenn die Einrichtungen, wo die engagierten Eltern Rabatz gemacht haben, „weiterfinanziert“ werden. Die sogenannten „bildungsfernen“ Familien haben sich aus verschiedenen Gründen vielleicht nicht so sehr eingesetzt, aber genau deren Kinder sind doch viel mehr auf die Kontinuität und dauerhafte Absicherung der Einrichtungen angewiesen. Und genau die Einrichtungen werden dann benachteiligt, weil die Besucher und deren Familien ja in unserem Bildungssystem eh schon benachteiligt sind…gerecht ist das nicht.

  44. allie @ eine Mutter sagt:

    du triffst den nagel absolut auf den kopf, bin da voll und ganz deiner meinung!!!

    eigentlich sollten die klugen köpfe im amt doch darüber bescheid wissen, vor allem, da sie die meisten familien doch sowieso durch gescheiterte HZE(hilfe zur erziehung)- massnahmen kennen.
    und eigentlich sollte den klugen köpfen im jugendamt auch klar sein, wie die freien träger mit „schwierigen“ bzw. „verhaltensauffälligen“ kindern verfahren – sie werden rausgeworfen, da ein freier träger nicht die kapazität hat, sich um diese kinder zu kümmern, da zählt in erster linie die menge der besucherzahlen. das ist aber kein vorwurf an die freien träger!!!

    und anstatt froh zu sein, dass es einrichtungen gibt, in denen sich genau diese kinder wohl fühlen und wenigstens ein stück weit soziales verhalten lernen, werden genau diese einrichtungen vernichtet (und eine übergabe an einen freien träger ist genau das, auch wenn unsere liebe frau herrmann das so nicht sehen will).

    auch ganztagesschulen wird diese kids nicht erreichen, denn in der regel sehen diese kids die schule als eine zwangsanstalt an und wenn sie dort dann den ganzen tag sein „dürfen“ wird das nur ihre aggressivität schüren.
    und wenn dann wieder eines dieser armen, unverstandenen geschöpfen durchknallt und keinen anderen ausweg mehr sieht als amok zu laufen ist das geschrei groß…

    PRÄVENTION WÄRE DAS ZAUBERWORT

  45. Che` sagt:

    Da ich mir das Buch: >Schwarzbuch Soziale ArbeitEinsatz fachfremder, nicht professioneller Kräfte< S. 105 anderen Besuchern mitteilen.
    Parallel zur Vrknappung des Gutes "professionalität" gibt es die verbreitete und zunehmende Tendenz, statt ausgebildeter Sozialpädagoginnen, ungelernte, weniger gut ausgebildete, auch fachfremde Kräfte Kräfte einzustellen und ihnen Aufgaben anzuvertrauen oder besser zuzumuten, die eine professionelle Ausbildung voraussetzen. Das "Soziale" wird zum Haupteinsatzort für Ein-Euro-Jobs. Die unmissverständliche Botschaft lautet: "Das Soziale ist ein Euro Wert, das Soziale braucht keine Kompetenz, soziales Engagement ist erzwingbar" (Nodes 2009,a.a.O.).
    Die Bundesregierung ist nach wie vor stolz auf ihr Projekt. Selbstverständlich sollen keine bestehenden Arbeitsplätze verdrängt werden. Geleistet werden soll nur "Zusätzliches",nämlich das, was wir uns dank der hohen Arbeitslosigkeit sozusagen als gesellschaftlichen Luxus leisten können.68% der Menschen, die einen Ein-Euro-Job ausfüllten,hatten aber eine Berufsausbildung oder einen Hochschulabschluss, waren also sehr wohl qualifiziert für den ersten Arbeitsmarkt. Und so verwundert es auch nicht, wenn nach DGB Studie 45% der Ein-Euro-Jobberinnen aussagen, sie hätten an ihrer Arbeitstelle die gleiche Arbeit verrichtet wie die festangestellten KollegInnen.Von daher muss der Argumentation von Nodes (2009,a.a.O.) beigepflichtet werden, die Ein-Euro-Job Politik sei eine gelungene und raffinierte Strategie, die Arbeitsmarktmisere in ein Geschäft umzufunktionieren. Ergänzend muss festgestellt werden: Der Staat schafft sich auf diese Weise außerdem Schritt Schritt die Notwendigkeit vom Hals, Soziale Arbeit der Ausbildung angemessen bezahlen zu müssen und fügt dieser Profession und ihrer Klientel einen großen Schaden zu.
    Wr solche Überlegungen weiterdenkt, wird schnell bemerken, dass hier das Soziale insgesamt als eigentlich "zusätzliches" Gut diskreditiert wird. Es ist zu befürchten, dass es da, wo Geld für Soziales zusehends gekürzt wird, nur noch eine Frage der Zeit ist, wann auf den Einsatz von entsprechend bezahlten Fachkräften ganz verzichtet wird. Hinzu kommt, dass inzwischen auch der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste "Chancengleichheit" fordert und seinerseits Zugriff auf Ein-Euro-Jobs verlangt (vgl. Nodes 2009 a.a.O.)."
    Das Buch ist sehr zu empfehlen – Schwarzbuch Soziale Arbeit von Mechthild Seithe
    VS Verlag für Sozialwissenschaften
    ISBN 978-3-531-15492-3.
    Frau Jugendstadträtin werde ich ein Exemplar zukommen lassen. Es eignet sich sehr als Abendlektüre nach einem gelungen Arbeitstag.

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