Sparen zu welchem Preis?

Dieses Land ist eins der Reichsten in der Welt und gibt im Verhältnis hierzu am wenigsten für die Bildung seiner Kinder & Jugendlichen aus. Der Grossteil des Geldes versickert auf den Verwaltungsebenen der EU, des Bundes, der Länder und zuletzt der Kommunen.

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„APOKALYPSE NOW“ Endzeitparty

Liebe Kolleg/Innen,
nun ist es endgültig, der Todesstoß trifft die kommunale Kinder- und Jugendarbeit.

Fast alle Einrichtungen werden in freie Trägerschaft überführt, die wenigen verbleibenden Teams zerschlagen sich im Sozialauswahlwahn und wir Mitarbeiter werden konzeptionslos in den Überhang entlassen.

Prima…

Viele Kollegen/innen haben mit ihrer Kraft und Phantasie die kommunale Kinder- und Jugendarbeit in Kreuzberg und Friedrichshain aufgebaut und gestaltet.

Da unsere Arbeit von breiten Kreisen in Politik und bezirklicher Verwaltung scheinbar nicht die uns gebührende Wertschätzung erhält, möchten wir diese Tatsache trotzen und wollen uns mit aller Kraft (und sei es die Verzweiflung) feiern und für die gemeinsame jahrelange Zusammenarbeit danken.

Wir laden euch hiermit herzlich zur „APOKALYPSE NOW“ Endzeitparty am Freitag den 25.06.2010 ab 18.00 Uhr in unserem Jugendclub Skandal ein.

6 Kommentare auf “„APOKALYPSE NOW“ Endzeitparty”

  1. Konfuzius sagt:

    Der Satz, – „Da unsere Arbeit von breiten Kreisen in Politik und bezirklicher Verwaltung scheinbar nicht die uns gebührende Wertschätzung erhält…“, bleibt nur die Frage, wissen die HOHLKÖPFE was sie tun?
    Schade um die Friedrichshainer kommunale Kinder- und Jugendarbeit.
    Einstmals gut ausgebaut, nun als Opferbeitrag der irrsinnigen Sparpolitik aufgegeben.
    Der Titel der Party ist passend zu der gesamten Politik in diesem Lande der DENKER und LENKER.
    Apokalypse Now.

  2. ehrenamtliche sagt:

    Als langjährige, ehrenamtliche Mitarbeiterin in einer kommunalen Einrichtung, die in den letzten jahren in Kooperation mit einem freien Träger betrieben wurde, hatte ich die Gelegenheit zu einem direkten Vergleich zwischen kommunaler Kinder- und Jugendarbeit und der des freien Trägers.
    Dies war der Grund, warum ich einen sehr großen Teil meiner Freizeit für den Widerstand geopfert habe, denn eine soziale Arbeit, wie sie von vielen freien Trägern geleistet wird, braucht kein Mensch.
    Wären eure Vorgesetzten im Amt nicht nur an ihrem eigenen politischen vorwärtskommen interessiert, sondern an dem, was eigentlich ihre Aufgabe sein sollte, hätte die kommunale Arbeit niemals aufgegeben werden dürfen, denn eure Arbeit hatte Qualität!
    Leider leben wir in einer Zeit, in der Qualität nichts mehr zählt, nur noch Quantität, es interessiert nicht mehr, Kinder zu mündigen Staatsbürgern zu erziehen, denn Menschen, die hinterfragen, sind unerwünscht.
    Geben wir die Bildung in die Hand von Konzernen, soziale Aufgaben übernimmt die Wohlfahrt (Arche sei Dank) und diejenigen, die mit diesem System nicht klarkommen, gehen in den Knast.
    Was Deutschland einst stark gemacht hat, nämlich die gute, deutsche Wertarbeit gibt es nicht mehr, Lohndumping zählt mehr als Qualität.
    Die Leidtragenden sind unsere Kinder…
    Apokalypse Now

  3. bln sagt:

    wo ist und war der widerstand?
    kleine freie träger welche im verbund sozialraumorientierung mit den kommunalen einrichtungen zusammenarbeiteten, bewarben sich um die übernahme derer. der eine oder andere sitzt so nebenbei im jugendhilfeausschuss und war zu den sitzungen zwecks übertragung natürlich nicht anwesend und gab somit auch sein veto nicht ein.
    scheinheilig und verlogen.
    na nun werden sie wohl in naher zukunft von den großen trägern gefressen werden.

  4. ehemalige sagt:

    Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen …

    Die Anpassung an die öffentlichen Förderstrukturen war schon seit Jahren wichtiger als die Basisarbeit.

    Nun sind einige Jugendhilfeeinrichtungen bestens etabliert und haben die Segnungen des modernen Kapitalismus nebst der Steuergesetze vorteilhaft genutzt:
    Gründung von Tochtergesellschaften, Auslagerung in GmbHs und sonstige Tricks der Selbsterhaltung.

    Mir wird schummerig, wenn ein sog. sozialer Träger „Arbeitsgelegenheiten“ anpreist, die auch noch als pädagogisch sinnvoll und Eingliederung verkauft werden:
    Putzpersonal, Bürohilfen, Nebenjobs >>> 1 Euro-Jobs großenteils fürs eigene Unternehmen und mit scheinheiliger Qualifizierung.

  5. Kruxel sagt:

    # ehemalige
    Es ist schon ein perfides System. Auch was die Arbeitsmarktpolitik betrifft. Arbeitslose werden mehr oder weniger gezwungen 1-Euro Jobs anzunehmen. Die Träger verdienen an der Maßnahme noch kräftig. Verkauft als Eingliederungshilfe. Interesse an eine sinnmachende Eingliederung hat doch niemand. Arbeitskraft für umme. Der Träger zahlt doch nichts. Im Gegenteil. Da ist es auch naheliegend, weniger professionelles Personal einzustellen, wenn es ohne auch funktioniert.
    Das ist auch ein Grund dafür, dass Deutschland als Billiglohnland verkommt. Keine festen Arbeitsverträge, selten nach Tarif bezahlt und die Arbeitslosenzahlen werden für glänzende Statistiken bereinigt.

  6. Ernst Aurich sagt:

    Es ist ja bald so weit, das die staatl. Jugendfreizeit fast weg ist. Das wird ein trauriges Schauspiel werden. Nun geht es dann darum, welcher Verein kommt mit den Geldsummen aus die dann nur noch gezahlt werden. Sparen, Weitersparen und Totsparen.Politisch gesehen hat sich in dem einen Jahr wenig getan. Wenn dann auch noch in der Presse nachzulesen ist, der Bezirk hat ein Plus erwirtschaft, kommt das mir wie hausgemacht vor. Wenn die Vorgabe der Zusatzeinsparungen im kommenden Jahr erneut vorliegt ist es ein leichteres Unterfangen den Rest der staatl. Freizeiten zu übertragen und wenn es dann noch nicht ausreicht, geht es an die Schließung. Politisch voll daneben. Aber Aufschrei gibt es ja anscheinend nicht. Nach dem Motto, Kopf einziehen und abwarten. Es wird schon nicht kommen.

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